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Krisenmanagement: Zurück zum Erfolg

 

 

 

 

 

Auch in konjunkturell guten Zeiten können Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Dann ist entschlossenes Handeln gefragt. Externe Hilfe sollte schon frühzeitig hinzugezogen werden. Ein wichtiges Mittel um erfolgreich zu bleiben, ist die Früherkennung von Chancen und Risiken. Früherkennung bereitet das Unternehmen in einem fortlaufenden Prozess auf die Zukunft vor.

 

Wie kritische Situationen entstehen

Ein Unternehmen gerät in kritisches Fahrwasser, wenn:
 

  • seine Zahlungsfähigkeit gefährdet ist oder Überschuldung droht
  • das Unternehmen von veränderten Gegebenheiten überrascht wird
  • die Unternehmensleitung unsicher ist über den Zustand des Unternehmens
  • notwendige Entscheidungen zu langsam erfolgen

Wer bietet Hilfe?
 

  • "Runde Tische": Für Firmen, die sich in finanzieller Bedrängnis befinden, bietet die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) einen sog. "Runden Tisch" an: Vertreter der Kammer, der Hausbank, des betreffenden Unternehmens und ggf. Steuerberater oder Gläubiger setzen sich zusammen. Wichtig: Betroffene Unternehmer müssen sich frühzeitig melden. Der "Runde Tisch" kann Pannenhilfe leisten, aber keine konkursreifen Betriebe sanieren.
  • Beratungsagentur der DtA: Als Nachsorgeinstrument setzt die DtA-Beratungsagentur dort an, wo der "Runde Tisch" aufhört. Die Agentur vermittelt erfahrene Berater. Telefon 030/850854-111
  • Coaching-Programm: Fachkundige Begleitung bei Krisensituationen. Gemeinsames Programm einzelner Bundesländer und dem Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. (RKW).

  • Insolvenzgefahr richtig erkennen

    Folgende Bilanzkennzahlen sind für eine Insolvenzprognose wichtig:

     

  • Eigenkapitalquote = Eigenkapital : Bilanzsumme (Die Eigenkapitalquote sollte über 10 % betragen)
  • Kapitalrückflussquote = Cash-Flow: Bilanzsumme (Die Kapitalrückflussquote sollte über 4 % liegen)
  • Umsatzrendite = Gewinn vor Steuern : Umsatz (Die Umsatzrendite sollte über 1% liegen)
  • Cash-Flow-Marge = Cash-Flow : Umsatz (Die Cash-Flow-Marge sollte über 2% liegen)
  • Dynamischer Verschuldungsgrad = (Verbindlichkeiten - liquide Mittel) : Cash-Flow

  • Auch wenn Bilanzkennzahlen stark branchenabhängig sind, sollte es als Warnsignal verstanden werden, wenn mehrere der genannten Kennzahlen kritische Werte aufweisen.

    Bei tatsächlich drohender Insolvenz muss ein Sanierungskonzept erarbeitet werden.

    Ein Insolvenzverfahren vor Gericht muss eingeleitet werden, wenn das Unternehmen zahlungsunfähig ist. Gläubiger können bereits bei drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag stellen.

 

 

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