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Kammern und Verbände

 

 

 

 

 

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Als Dachorganisation der 83 Industrie- und Handelskammern (IHKn) vertritt der DIHK die wirtschaftspolitischen Interessen von bundesweit rund 3,3 Millionen Mitgliedsunternehmen, die zwei Drittel des Sozialprodukts der Bundesrepublik erwirtschaften. Der DIHK als einer der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft artikuliert gemeinsam mit den IHKn das Gesamtinteresse der Wirtschaft gegenüber der Politik und Öffentlichkeit auf Bundes- und Europaebene. In dieser Eigenschaft nimmt er schwerpunktmäßig folgende Aufgaben war:

 

  • Erstellung von Informationen über Wirtschaftslage und wirtschaftspolitische Entwicklungen in Kooperation mit den IHKn.
     
  • Regelmäßige Konjunkturumfragen bei den Auslandshandelskammern (AHKn) und Weitergabe von Informationen über die wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Partnerländern.
     
  • Zusammenführung von Unternehmen aus Industrie und Handel aus allen Regionen der Welt.
     
  • Gestaltende Einflussnahme auf Grundsatzfragen im Bereich der Exportfinanzierung und Exportkreditfinanzierung.
     
  • Erarbeitung von Konzepten für die ausländische Messebeteiligung deutscher Unternehmen.
     
  • Vermittlung von Kontakten zwischen deutschen und ausländischen Firmen.

BDI / Fachverbände

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Industrieverbände. Der Bundesverband der Deutschen Industrie vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der deutschen Industrie in der nationalen Politik, auf europäischer Ebene und in internationalen Organisationen. Die meisten der 35 Mitgliedsverbände des BDI haben eigene leistungsfähige Außenwirtschaftsabteilungen, die ihren überwiegend mittelständisch strukturierten Mitgliedsunternehmen auf die jeweilige Branche  ausgerichtete Informationen und Beratung anbieten.

Die Fachverbände. Umfangreiche Informationen geben auch die Branchenverbände, die eng mit dem Außenhandel verbunden sind wie der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels, der Bundesverband des deutschen Exporthandels (siehe Adressen im Anhang) sowie die Fachgruppe Außenwirtschaftsberatung im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater. Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks und die deutschen Handwerkskammern haben spezielle Informationsstellen für Handwerksbetriebe eingerichtet. Die Adressen kennt die örtliche Handwerkskammer.

 

Auslandshandelskammern (AHK'n)

Die Auslandshandelskammern sind wertvolle Anlauf- und Informationsstellen im Ausland. AHKn gibt es in vielen Länder der Welt. Den Auslandshandelskammern gehören Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen aus der Bundesrepublik Deutschland und dem jeweiligen Partnerland als freiwillige Mitglieder an. Die gleiche Unterstützung bieten in einigen Ländern auch Delegierte und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft an. Anders als Auslandshandelskammern können sich Delegiertenbüros und Repräsentanzen nicht auf Mitglieder und Kammervorstände stützen. Sie sind fachlich und organisatorisch dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unterstellt. Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft sind in Staaten angesiedelt, in denen Märkte noch nicht so entwickelt sind. Sie werden häufig von lokalen Mitarbeitern geführt.

Kernaufgabe des Auslandshandelskammernetzes ist die Förderung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Weltweit gibt es derzeit ca. 110 AHK-Büros in über 70 Ländern. Das AHK-Netz wurde in den letzten Jahren in den Wachstumsregionen zum Beispiel in Mittel- und Osteuropa und im asiatisch-pazifischen Raum stark ausgebaut.

Zu den wichtigsten Aufgaben der AHKn gehören vielfältige Auskunfts-, Beratungs- und Organisationsdienste für die Wirtschaft wie Markt- und Wirtschaftsanalysen, Bezugsnachweis und Adressenvermittlung, Geschäftspartnervermittlung, Rechts- und  Investitionsberatung, Vermarktung von Umweltschutztechnik durch sog. Umwelt-Area-Manager an elf ausgewählten AHKn, berufliche Aus- und Weiterbildung, Projektberatung und -begleitung sowie Technologieberatung. Eine Liste der Auslandshandelskammern ist beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag zu erhalten.

Die Industrie- und Handelskammern (IHKn)

 Auch die Außenwirtschaftsabteilungen der einzelnen IHKn bieten Unternehmen, die den Schritt ins Ausland planen, vielfältige Hilfestellungen u.a.: Konjunkturanalysen einzelner Länder, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Kontakt- und Kooperationsbörsen, IHK-Firmenpools, Wirtschaftstage, Nachweis konkreter Warennachfragen und internationaler Ausschreibung, Vermittlung von Vertreterfirmen und Kooperationspartnervermittlung, Auskünfte über ausländische Firmen, Hilfe bei der Beteiligung an internationalen Messen, Beglaubigungen von Warenbegleitpapieren, Ausstellen von Ursprungszeugnissen.

Die IHK-Gesellschaft zur Förderung der Außenwirtschaft und der Unternehmensführung mbH, Berlin. Sie dient der Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen und der Durchführung von Partnerschafts- und Handelsförderprojekten. Sie arbeitet eng mit den IHKn zusammen und beschäftigt sich mit der Abwicklung und Durchführung von Schulungsprogrammen, organisiert Wirtschaftstage sowie Exportförderseminare für Unternehmen aus mittel- und osteuropäischen Staaten sowie den Wirtschaftszentren Asien und Amerika.

Kooperationsbüro der Deutschen Wirtschaft, Berlin. Aufgabe des Büros ist es, Unternehmen vornehmlich aus den neuen Bundesländern bei der Markterschließung in den Ländern Mittel- und Osteuropas und in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu beraten. Das Büro leistet unmittelbare Hilfe beim Aufbau direkter betrieblicher Zuliefer- und Kooperationsbeziehungen zwischen deutschen und osteuropäischen Unternehmen. Es ist Informations- und Dienstleistungszentrum und gibt kleinen und mittleren Unternehmen Markteinstiegshilfen für die Erschließung wirtschaftlich interessanter Regionen in den Ländern Mittel-, Ost- und Südostasiens.

 

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