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Uni-Förderung für Existenzgründer angemahnt
Geschrieben am Dienstag, 13. Dezember 2005 vonAdministrator



BMWA-News Hochschulen sollte nach Ansicht von Thomas Schildhauer, dem Direktor des Institute of Electronic Business (IEB) in Berlin, die Möglichkeit eingeräumt werden, mit Finanzmitteln gezielt "Studenten mit ausgezeichneten, vielleicht patentrechtlich schon verdächtigen Ideen" in der Existenzgründungsphase zu fördern. Die Hochschulen müssten Mittel aus ihren Haushalten bereitstellen, "damit Hochschulen überhaupt Unternehmensgründungen mit anschieben dürfen", fordert Schildhauer im Interview mit der Netzeitung.

"Es gibt genügend Existenzgründer-Lehrstühle - das heißt, die Kompetenzen, Gründungen zu begleiten, sind in vielen Hochschulen durchaus vorhanden", sagt Schildhauer. "Aber das Thema ist noch nicht Gegenstand der Haushalte." Um Geld müsse es aber nicht immer gehen, betont der E-Business-Professor, "sondern zum Beispiel darum, Räume und Infrastruktur bereitzustellen".

Studenten nach Abschluss begleiten

Schildhauer beklagt, dass heutzutage viele Hochschulen ihre Aufgabe noch "als beendet ansehen, wenn die Studenten ihren Abschluss in der Tasche haben". Er will einen anderen Weg gehen, nämlich Studenten auch über ihren Bachelor, Master oder ihr Diplom hinaus noch bis zu zwei Jahre - "wenn sie ihre ersten unternehmerischen Schritte gehen" - begleiten. "Dafür braucht es professionelles Fundraising", fordert Schildhauer. "Das muss Aufgabe der Politik und der Hochschulen werden."

Außerdem will Schildhauer das Potenzial von ehemaligen Absolventen, den so genannten Alumni, nutzen. "Hier liegt ein gewaltiges Potenzial von erfolgreichen Existenzgründern, die aus bestimmten Universitäten herausgekommen sind. Leider gibt es in den deutschen Hochschulen keine Tradition, mit diesen Personen Kontakt zu halten und sich deren Kenntnisse und Erfahrungen zunutze zu machen."

Unternehmergeist fördern

Der IEB-Direktor verwies auf Länder wie die USA, England oder Australien, wo dies üblich sei und mit Erfolg gepflegt werde. Zugleich rief Schildhauer Unternehmer auf, etwas an die Universitäten zurückzugeben, an denen sie früher selbst einmal studiert haben. "Das muss nicht Geld sein, sondern Erfahrungen, Ratschläge, Praktikantenplätze." Hier geschehe "noch viel zu wenig", beklagt er.

Schildhauer ist Mitglied des Gründerrats, der auf die Initiative "Deutschland - ein Land mit Gründergeist" von Berlinpolis, einer politischen Plattform, und SAP zurückgeht. Berlinpolis sieht sich selbst als "Think Tank (...) zur Förderung einer progressiven Politik für die Wissensgesellschaft und die Anliegen der nächsten Generation".

Im Gründerrat sind Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Hochschule vertreten. Neben Schildhauer sind unter anderem die Bundestagsabgeordneten Katherina Reiche (CDU), Daniel Bahr (FDP), Gesine Lötzsch (Linkspartei) und Anna Lührmann (Grüne) Mitglied. Der Rat will Unternehmergeist und Innovationskraft in Deutschland steigern. Unter anderem agiert der Gründerrat als Gutachter bei der Vergabe des Zukunftspreises, den SAP vergibt. (SAT 1 online)





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