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Krisenmanagement

 

 

 

 

 

Unternehmenskrisen und Firmenzusammenbrüche gibt es selbst in Zeiten guter Konjunktur.
Das bedeutet: Unternehmenskrisen werden nicht nur "von außen" an Unternehmen herangetragen, sondern sind oftmals "hausgemacht".

Gründe für diese Krisen sind meistens Fehler in der Unternehmensführung, z. B.:

  • Fehlentscheidungen bei der Besetzung von Führungspositionen
     
  • ungenügende Berücksichtigung der Marktentwicklungen
     
  • Fehler bei der Gestaltung des Produktprogramms
  • Fehlentscheidungen bei der technologischen Ausstattung, Rohstoffsicherung, Standort, finanziellen Ausstattung und der Betriebsabläufe
     
  • Mängel in Planung und Information

 

Kurskorrektur in der Frühphase:

Für die Management-Reaktionen, die dann notwendig sind, gibt es keine speziellen Rezepte. Ein konkretes Krisenmanagement hängt i. d. R. davon ab, in welcher Situation sich ein Unternehmen befindet: Entweder unmittelbar vor dem drohenden Konkurs oder in der Frühphase einer Krise. Welche strategischen Aufgaben in einem frühen Krisenstadium auf die Unternehmensleitung zukommen, dazu im folgenden einige Tipps.

  • Aufgabenstrategien
    Produkt-Markt-Bereiche, die den Erfolg des Unternehmens gefährden, müssen ausgemacht und abgestoßen werden. Das betrifft vor allem veraltete Produktgruppen, nicht nur in schrumpfenden Branchen. Voraussetzung ist: Alle Geschäftsfelder müssen überprüft und zur Disposition gestellt werden. Danach müssen personelle und materielle Ressourcen überprüft und die notwendigen Änderungen vorgenommen werden.
  • Konsolidierungsstrategien
    Gleichzeitig muss der Verbleib auf den (übrigen) bisherigen Märkten sichergestellt werden. Ganz wichtig: Die Kosten müssen überprüft und gesenkt werden!
  • Verdrängungsstrategien
    Ihr Ziel ist es, die Unternehmenskapazitäten in den angestammten Geschäftsfeldern beizubehalten bzw. zu erweitern. Um diese Strategie durchzusetzen, muss ein aggressives Marketingkonzept entwickelt werden. Dessen Kernpunkte sind ein radikaler Preiskampf und/oder ein konsequenter Qualitätswettbewerb.
  • Tätigkeitsfelder-Erweiterungsstrategien
    Sie sind darauf gerichtet, die Produktpalette und Märkte zu erweitern. Ziel dieser Strategie ist, die Existenz eines krisengeschüttelten Unternehmens durch neue Geschäftsfelder auf Wachstumsmärkten zu sichern.

Fehler und Probleme im Umfeld von Unternehmenskrisen und bei der Sanierung

Verkennung und Verdrängung des Sanierungsbedarfes

  • Frühwarnsignale werden nicht wahrgenommen.
     
  • Externe Faktoren werden für den Auslöser der Krise gehalten.

Einstellung: Sanierung hat ohnehin keine Aussicht auf Erfolg

  • Erfolgspotentiale wie Produkte, Technologien, Marktsegmente, Führungskräfte sind nicht ausreichend vorhanden.
  • Die Ertragskraft kann nicht nachhaltig wiederhergestellt werden.

Sofortmaßnahmen haben oft kein strategisches Konzept

  • Sie binden die gesamte Problemlösungskapazität.
     
  • Sie setzen die zur langfristigen Stabilisierung des Unternehmens wichtige Strategie außer Kraft.

 

Sanierungsstrategien werden nicht komplett umgesetzt

  • Erste Maßnahmen führen zu Anfangserfolgen und entspannen vermeintlich die Situation.
     
  • Die langfristige Sicherung tritt in den Hintergrund.

Nicht ausreichende oder überdimensionierte Sanierung

  • Eine durch Kompromisse bestimmte Sanierungsstrategie (inkonsequenter Personalabbau) führt nur zu kurzfristigen Erfolgen.

Fixierung auf Schwachstellen

  • Der einseitige Abbau von verlustbringenden Tätigkeiten führt meist nicht zur Überwindung der Krise.
  • Der Ausbau zukünftig profitabler Bereiche wird vernachlässigt.

Vernachlässigung menschlicher Aspekte

  • Krisen werden durch Menschen verursacht und von Menschen durchlebt und erlebt.
  • Befürchtungen und Ängste führen oft zum Boykott von Sanierungsmaßnahmen
    (Informationsdefizite).

 

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